Mittwoch, 14. August 2013

Von eisernen Männern (und Frauen!) und uneinsichtigen Zuschauern

Meine Lieben,

heute habe ich mal ein ganz anderes Thema: Ich möchte euch gern vom letzten Wochenende berichten, genauer gesagt vom Sonntag (11. August). An diesem Tag startete die 7. Ausgabe der "IRON MAN 70.3 European Championship" in Wiesbaden - und ich war dabei! Als Helfer! :)

Triathlon: Schon lange fasziniert mich dieser Sport! Ich selbst habe zwar noch keinen Triathlon absolviert, aber die drei Sportarten - Schwimmen, Radfahren, Laufen - gehören zu meinen Lieblingssportarten. Im letzten Jahr bin ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen, eine zeitlang war ich bis zu dreimal pro Woche Schwimmen und mein Fahrrad liebe ich über alles *g*. Und wer weiß, vielleicht wage ich ja irgendwann einmal das Experiment Triathlon... :)

IRON MAN ist jedoch nochmal eine ganz andere Hausnummer! Ich habe größten Respekt vor jedem Sportler - egal ob Profi oder Amateur - der eine solche Herausforderung auf sich nimmt. Der "volle" IRON MAN besteht aus 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen!!! An einem Tag, hintereinander weg, ohne Pause, auf Zeit, gegen die Mitstreiter und vorallem gegen seinen innen Schweinehund - HUT AB!

Schon seit einigen Jahren verfolge ich den Frankfurter IRON MAN, der immer im Juli stattfindet, und sitze dann wie gebannt mehrere Stunden vor dem Fernseher (Frankfurt ist zwar bei mir um die Ecke, aber irgendwie habe ich es noch nie geschafft, live vor Ort zu sein...). Auch in diesem Jahr habe ich mich wieder faszinieren lassen. Und dabei kam der Wunsch in mir auf, einmal Teil dieser Mega-Sportveranstaltung zu sein. Nicht als Teilnehmer (Gott bewahre *g*), aber als einer der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer. Als ich meinen Halbmarathon gelaufen bin, habe ich nämlich die Unterstützung und das Engagement der Leute an der Strecke sehr zu schätzen gelernt und gern wollte ich dies einmal zurückgeben.

Gesagt getan - da ich nicht bis zum nächsten Frankfurter IRON MAN warten wollte, kam der Wiesbadener "halbe" IRON MAN (1,9km Schwimmen, 90km Radfahren, 21,1km Laufen) wie gerufen :) Also Anmeldung ausgefüllt und voller Vorfreude auf den besagten 11. August gewartet.

Ursprünglich hatte ich an einer der Verpflegungstellen aushelfen wollen (Wasser, Bananen, etc an die Sportler ausgeben), aber ich wurde als Streckenposten an der Laufstrecke eingeteilt. Und diese Aufgabe hatte es in sich...

Ich war damit betraut worden an einer der Stellen, an der die Zuschauer die Laufstrecke überqueren konnten, darauf zu achten, dass keiner den Läufern vor die Füße rennt. Und das war gar nicht so einfach. Viele Zuschauer konnten es nämlich nicht abwarten und hatten kein Verständnis dafür, wenn man sie gebeten hat einen Moment zu warten, bis sich eine genügend große Lücke im Läuferfeld aufgetan hatte. Und viele der Läufer waren verdammt schnell! Da ist es als Laie schwer einzuschätzen, ob man es schnell genug auf die andere Seite der Laufstrecke schafft, ohne dass man einen Zusammenstoß riskiert. Und mein oberstes Ziel war es natürlich die Läufer zu schützen. Als Läufer weiß ich, dass es wichtig ist in seinem Rhythmus zu bleiben. Wenn man ausweichen oder abbremsen muss, dann kommt man schnell aus seinem Lauftempo. Bei Amateuren kann das zu Seitenstechen führen, bei den Profis aber - bei denen es um jede Sekunde geht - kann eine solch vermeintlich kleine Rempelei den ersehnten Sieg kosten...

Nun bin ich ja von Natur aus selbst ein eher ungeduldiger Mensch und mag es nicht irgendwo anstehen oder warten zu müssen. Aber was mir da an Unverständnis, Rücksichtslosigkeit, Uneinsichtigkeit und Dreistigkeit entgegen geschleudert wurde, das hat mich echt schockiert! Ich hatte große Mühe mich zu beherrschen und noch größere Mühe die Leute zurückzuhalten, die es alle einem schönen sonnigen Sonntagmorgen so furchtbar eilig hatten. Wenn man die Sportler, die Organisatoren, Helfer und Hilfskräfte nicht respektiert, dann soll man bitte zuhause bleiben! Solch ein Verhalten ist unfair - vorallem auch denjenigen Zuschauern gegenüber, die Verständnis dafür haben, dass bei einer Sportveranstaltung die Sportler Vorrang haben!

Ich möchte an dieser Stelle eine Lanze brechen für alle ehrenamtlichen Helfer, die sich bei Sport-, Musik- oder anderen Großveranstaltungen engagieren! Jungs & Mädels, ihr macht einen tollen Job!

Mein Fazit: Nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei (aber dann möchte ich bitte eine andere Aufgabe bekommen *g*).

Liebe Grüße,
euer Käthchen

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